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meria® Gesundheitsthemen


Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane und Flavonoide sind Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Sie sind in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten sowie fermentierten Lebensmitteln wie z. B. Sauerkraut enthalten und geben den pflanzlichen Lebensmitteln ihre Farbe. Sie dienen den Pflanzen u.a. als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde oder mikrobiellen Angriff und wirken darüber hinaus als Wachstumsregulatoren. Sekundäre Pflanzenstoffe zählen bisher für den Menschen nicht zu den essenziellen Nährstoffen, haben aber Einfluss auf eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen. Es werden ihnen verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Sie schützen möglicherweise vor verschiedenen Tumorarten und vermitteln vaskuläre Effekte wie eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Absenkung des Blutdrucks. Weiterhin entfalten sekundäre Pflanzenstoffe neurologische, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Empfehlungen für die Zufuhr einzelner sekundärer Pflanzenstoffe können anhand der bisherigen Datenlage nicht gegeben werden.

Möglicherweise ist für die Wirkung die Aufnahme von verschiedenen Pflanzenstoffen im Verbund eines Lebensmittels notwendig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt daher einen hohen Verzehr von Obst und Gemüse sowie weiterer pflanzlicher Lebensmittel, um eine gute Versorgung mit sekundären Pflanzenstoffen sicherzustellen.

Wissenschaftler empfehlen eine Tagesdosis von 3000-6000 ORAC täglich zum Schutz der Körperzellen vor freien Radikalen. Die ORAC (für Oxygen Radical Absorbance Capacity) Methode wird in der Wissenschaft verwendet, um die antioxidative Wirkung von Substanzen oder von Nahrungsmitteln auszuwerten.


Stellenwert der Ernährung und der Mikronährstoffe

"Lasst eure Nahrung euer Heilmittel sein", mahnte bereits Hippokrates. "Ein guter Arzt muss kochen können", sagen die Chinesen. Beide Sprichwörter meinen dasselbe: Die richtige Nahrung erhält die Gesundheit und wirkt heilsam bei Krankheiten, die falsche macht krank. Deshalb befragt ein guter Therapeut seine Patienten stets nach ihren Ernährungs- und Trinkgewohnheiten. Oft finden sich bereits hier ungünstige Einflüsse, ja vielleicht sogar schon die Ursachen für Gesundheitsstörungen

Die Ernährung hat einen sehr hohen Stellenwert im menschlichen Leben und eine vollwertige gesunde Kost zählt zu den Basismaßnahmen für alle Aktivitäten zur Erhaltung und Optimierung der Leistungsfähigkeit sowie zur Prävention und Therapie aller Krankheiten.

Unsere Lebensmittel setzen sich zusammen aus Makronährstoffen, die vor allem für die Energiegewinnung und für Strukturaufgaben genutzt werden sowie aus Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren, Fettsäuren, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese sind genauso lebensnotwendig wie die Makronährstoffe und ermöglichen erst die Aktivierung des Stoffwechsels einschließlich Energiegewinnung und Funktion aller Bereiche des Immunsystems, die Bildung und Nutzung von Proteinen und Hormonen oder den Transport von Stoffen und Informationen im Organismus.

Zu den Mikronährstoffen zählen auch die Antioxidantien oder Radikalfänger und ihre Co-Faktoren, die sich aus verschiedenen Mikronährstoffgruppen rekrutieren. Sie übernehmen wichtige Aufgaben dabei, den Körper vor negativ wirkenden Radikalen zu schützen und die Entgiftung von Schadstoffen zu unterstützen.


Wie sieht eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung aus?

Eine ausgewogene, abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung sollte bei Gesunden den Bedarf an allen Vitaminen, Mineralstoffe und anderen Biofaktoren decken. Dazu sollte die tägliche Ernährung viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte enthalten. Außerdem sollten regelmäßig fettarme Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch und hochwertige Pflanzenöle auf dem Speiseplan stehen.

Zu beachten ist, dass der Biofaktoren-Bedarf des Körpers durch Krankheiten, Einnahme von Medikamenten, Aufnahmestörungen im Magen-Darm-Trakt (Resorptionsstörungen) oder Stress, Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum erheblich ansteigen kann. Dann kann selbst eine ausgewogene Ernährung an ihre Grenzen stoßen und ein Mangel entstehen.


Vitaminmangel-Diskussion: Fakten oder Emotionen und Interessen?

Die sogenannte “Nationale Verzehrsstudie II” aus dem Jahr 2008 (NVS II) liefert harte Fakten zum Status der Ernährung in Deutschland und der Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Im Rahmen dieser vom Max-Rubner Bundesforschungsinstitut und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanzierten Untersuchung wurden detailliert die Ernährungsgewohnheiten von fast 20.000 deutschsprachigen Bundesbürgern untersucht.

Die Ergebnisse sind dramatisch:
über ein Drittel der Bevölkerung aus allen Altersgruppen, nimmt zu viel Energie auf (“isst zu viel”), die Energie wird viel zu sehr über Fette, aber auch Alkohol eingenommen. Gleichzeitig mangelt es einem großen Teil der Bevölkerung an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.


Was ist Orthomolekularmedizin?

Die Orthomolekularmedizin (auch als nutritive Medizin oder funktionelle Ernährungsmedizin bezeichnet) ist die Medizin der Mikronährstoffe und ihrer Wirkung im menschlichen Organismus. Ihre Aufgabe besteht in „der Erhaltung guter Gesundheit und der Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“

Die Orthomolekularmedizin und die von ihr genutzten Substanzen sind heute einerseits in ihrer Biochemie und ihrer physiologischen Funktion im Organismus genau bekannt und ihr hoher Stellenwert für den gesamten menschlichen Stoffwechsel ist in Fachkreisen unbestritten. Andererseits ist auch ihr Nutzen in der Prävention und der Therapie bei vielen Indikationen durch eine große Zahl von Studien, die den Anforderungen der sog. evidenzbasierten Medizin genügen, mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen.

Die orthomolekulare Medizin vertritt hierbei den Standpunkt, dass Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren und diverse andere als Vitalstoffe bezeichnete Substanzen für den Körper verträglicher sind als körperfremde Stoffe und dass es dem modernen Menschen nahezu unmöglich ist, den körpereigenen Bedarf an Vitalstoffen allein durch die Nahrung zu decken.


Tipps für das Auswärts essen

Kennen Sie das Problem: Sie haben so viel zu tun, dass Sie eigentlich keine Zeit zum Essen haben. Entweder Sie übergehen Ihren Hunger, essen etwas nebenbei oder auf die Schnelle in der Imbiss-Bude um die Ecke. Das verleitet oft dazu, zu schnell und zu viel zu essen oder sich einseitig zu ernähren und ist kaum geeignet, die Energie und Nährstoffe zu liefern, die Sie für Ihre Arbeit brauchen.

Wenn Sie nicht in eine Kantine gehen können oder möchten, sollten Sie wenigstens kleine Pausen einlegen, Zwischenmahlzeiten einnehmen und vor allem einseitige Ernährung z. B. durch Obst, Gemüse und Milchprodukte ausgleichen. So bleiben Sie dauerhaft leistungsfähig, fühlen sich wohl und können Ihr Gewicht besser halten.

Wer viel leisten will, sollte sich auch eine abwechslungsreiche Ernährung gönnen, die alle notwendigen Nährstoffe für Körper und Geist liefert. Die meisten Kantinen bieten ein abwechslungsreiches, vollwertiges Essen an. Falls keine Kantine vorhanden ist, ist es aber gar nicht so aufwändig, sich am Arbeitsplatz vollwertig zu ernähren. Dabei sollten einige Tipps berücksichtigt werden:

Frühstücken Sie am besten in zwei Etappen: Wenn Sie frühmorgens nicht viel zu sich nehmen können, sollten Sie dies nach zwei bis drei Stunden nachholen. Essen Sie einmal großzügiger, z. B. mit Müsli oder Vollkornbrot, einmal leichter, z. B. mit Obst oder Joghurt. So erhalten auch „Morgenmuffel“ genug Energie für den Tagesanfang.
Zwischenmahlzeiten vermeiden Leistungstiefs: Verteilen Sie kleinere Mahlzeiten aus Obst, fettarmen Milchprodukten oder dünn belegten Broten über den Tag. Das erhält die Konzentrationsfähigkeit, belastet Verdauungsorgane und Kreislauf weniger und vermeidet Heißhunger.
Essen Sie nicht nebenbei: In einer kleinen Pause können Sie Ihr Essen besser genießen. Sie fühlen sich nicht nur satt, sondern auch wohl. Außerdem verlieren Sie nicht so schnell den Überblick darüber, wie viel Sie gegessen haben. Das hilft, das Körpergewicht zu halten.
Fast-Food sinnvoll ergänzen: Das Essen an der Imbissbude, der Theke einer Metzgerei oder Ähnliches ist meist einseitig, salzig und fett. Wenn Sie hier essen, sollten Sie die fehlenden Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe zwischendurch oder abends durch Gemüse, Obst, Vollkorn- und Milchprodukte ergänzen.
Mitgebrachtes kann eine gute Alternative sein: Wenn Sie beim Kochen regelmäßig eine Portion einfrieren oder am nächsten Tag zur Arbeit mitnehmen, sparen Sie nicht nur Geld, sondern können die gesamte Pause beim Essen anstatt in der Warteschlange der Imbissbude verbringen. Belegte Brote werden durch Salatblätter, Gurkenscheiben oder eine Gemüsebeilage attraktiver. Salat bleibt frisch, wenn Sie ihn in einem luftdichten Behälter von der Soße getrennt aufbewahren und ihn erst vor dem Verzehr mischen.


Glutathion: Manna für die Mitochondrien

Die Mitochondrien, auch als „Kraftwerke“ der Zellen bezeichnet, sind die Dirigenten des genetischen Orchesters und steuern Alterung, Teilung und Absterben der Zellen. GSH als das wichtigste Antioxidans im menschlichen Körper trägt wesentlich dazu bei, dass die Kraftwerke der Zellen ausreichend Energie produzieren können. GSH ist so bedeutend, dass Wissenschaftler den Glutathionspiegel in den Zellen oft als Indikator für die Gesundheit betrachten. Ein niedriger Spiegel an "reduziertem", das heißt aktivem Glutathion, führt zu einem Energiemangel von dem alle Zellen und in hohem Maße die Nervenzellen betroffen sind.

Mit Glutathion hat uns die Natur eine multifunktionelle Substanz zur Verfügung gestellt die aufGrund Ihrer besonders günstigen Redoxkapazität eines der effektivsten Antioxidantien darstellt.

Lebensmittel können reduziertes Glutathion (GSH) in sehr unterschiedlichen Mengen enthalten.

Hohe Gehalte an GSH finden sich normalerweise in Pflanzenstadien mit hoher Stoffwechselaktivität, wie in frischen Keimen und Sprossen bzw. in schonend verarbeiteten Folgeprodukten. Auch frisches Fleisch, rohes Obst und Gemüse (insbesondere Spargel) sowie rohe Milch können viel reduziertes Glutathion enthalten. Niedrige Werte finden sich dagegen in verarbeiteten Lebensmitteln (z.B. auch in pasteurisierter Milch), nicht jedoch in gefrorenen Produkten, die einen ähnlichen guten Glutathiongehalt haben können wie frische Kost. Beispiele für die Mengen an reduziertem Glutathion in Lebensmitteln finden hier.


Was ist Coenzym Q10 (Ubiquinon/Ubiquinol)?

Q-10 ist eine körpereigene Substanz. Es wird zum Teil über die Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper selbst produziert. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie (ATP) umgewandelt. Q-10 ist als Coenzym an der oxidativen Phosphorylierung beteiligt, über die 95 % der gesamten Körperenergie (ATP) erzeugt wird. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf – wie Herz, Lunge und Leber – weisen deshalb auch die höchste Q-10-Konzentration auf.

Q-10 findet sich reichhaltig im Fleisch von Organen (Leber), öligem Fisch (Sardinen, Makrelen usw.), Nüssen (z. B. Pistazien), Hülsenfrüchten, Sesamsamen, Sonnenblumenkernen, Pflanzenölen, Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Rosenkohl und Brokkoli. Kochen kann das Coenzym jedoch zerstören.

Q10 ist in der Lage, schädigende Freie Radikale im Körper effektiv abzufangen und unschädlich zu machen (= antioxidativ). Ubiquinon Q10 ist das bisher einzig bekannte körpereigene fettlösliche Antioxidans. Es existiert im Körper in zwei Formen, der reduzierten und der oxidierten Form, die beide bestimmte Aufgaben wahrnehmen.

Q10 wirkt in zweifacher Hinsicht antioxidativ. Einmal wirkt es in reduzierter Form (Ubiquinol) als Diphenol antioxidativ, anderseits ist die Seitenkette des Ubiquinons (oxidierte Form) membranstabilisierend. In seiner Funktion als Radikalfänger wird Q10 verbraucht. Durch eine ausreichende Präsenz des Radikalfängers Q10 können oxidative Schädigungen im Körper effektiv vermindert werden.

Ubiquinon Q10 ist in besonderem Maße bei neurodegenerativen (die Nervenfunktion beeinträchtigenden) Erkrankungen von grundlegender Bedeutung, da oxidativer Stress (zu viele Freie Radikale) als eine der Hauptursachen der Nervenzellschädigungen angesehen wird. Zu viele Freie Radikale attackieren zumeist die Nervenzellen und hier speziell deren Mitochondrien (also deren Zellkraftwerke). Dies hat zur Folge, dass der Energiestoffwechsel der Nervenzellen zunehmend beeinträchtigt und damit deren Funktion stark behindert wird.


Ist Glutathion (GSH) als orale Nahrungsergänzung wirksam?

Die Wirksamkeit von oral verabreichten Glutathion zur Verbesserung des GSH-Spiegels in Zellen und Gewebe wurde seit Jahren in der Fachwelt kontrovers diskutiert und angezweifelt. Dies oft verbunden mit der Empfehlung, den GSH-Spiegel über Vorstufen wie N-Acetylcystein oder Derivate wie S-Acetylglutathion positiv zu stimulieren.

Eine neue, unter der Leitung international renommierter Wissenschaftler durchgeführte klinische Studie (doppelblind, randomisiert und Placebo-kontrolliert) des Penn State State College of Medicine (USA) kam nunmehr zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die orale Zufuhr von GSH signifikant den körpereigenen GSH-Spiegel erhöht. Das Ergebnis der Studie ist hier nachzulesen.

Der oftmals teure und nicht durch belastbare klinische Studien belegte Umweg über GSH-Derivate oder Vorstufen scheint sich somit zu erübrigen da Glutathion als natürliches und nicht chemisch verändertes Originalmolekül in Form einer Nahrungsergänzung zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit von GSH bei oraler Gabe ist nunmehr durch klinische Studie eindeutig belegt.


Was ist Glutathion (GSH)?

Glutathion (GSH) ist kein Medikament sondern eine natürlich vorkommende körpereigene chemische Substanz die in jeder Körperzelle vorhanden ist, in erhöhter Konzentration insbesondre in den Organen. Glutathion wird zwar vom Körper selbst aus der Nahrung produziert, als Ergebnis von Alterungsprozessen, Lebensstil, Ernährung und Erkrankungen kann sich jedoch eine Lücke zwischen Bedarf und Verfügbarkeit von GSH ergeben. Zudem geht die Fähigkeit des Organismus zur Eigensynthese von GSH altersbedingt ab ca. dem 40. Lebensjahr immer mehr zurück. Der Glutathionspiegel beim gesunden Menschen sollte ca. 4 – 15 g betragen, abhängig vom Ernährungszustand und Alter.

GSH verrichtet wichtige Aufgaben im Körper zum Schutz der Zellen und ist somit ein zentraler Bestandteil des Immunsystems gegen akute und chronische gesundheitliche Herausforderungen. Bildlich gesprochen spielt GSH die Rolle einer „Zündkerze“ im Zellstoffwechsel.

Über 60 Jahre Forschungsarbeit und 80.000 wissenschaftliche Abhandlungen haben den Nachweis erbracht, dass Glutathion eines der wichtigsten schützenden Moleküle im menschlichen Körper ist.


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